Wie bringt man Mitarbeiter dazu, sich zu engagieren?

Wieviele hochengagierte Mitarbeiter gibt es?

Der involvierte Mitarbeiter

Es gibt sie in jeder Firma, die hochengagierten Mitarbeiter. Welche, die die Sinnhaftigkeit Ihrer Arbeit sehen, begreifen und sogar aktiv suchen. Denen es relativ egal ist, wieviel sie bezahlt werden, solange die Wertschätzung stimmt. Die sich ernsthaft Gedanken um die Zukunft des Unternehmens machen und dafür brennen, diese mitzugestalten. Hohes Engagement bedeutet hohe Zufriedenheit und hohe Produktivität. Wo US-Amerikaner vorrechnen, dass durch fehlendes Engagement über 600 Mrd. US-Dollar jährlich in ihrem Land verloren gehen, geht es hierzulande doch eher um die Zufriedenheit. Zufriedene Mitarbeiter bleiben länger und arbeiten mehr und verlässlicher als unzufriedene.

Employee Engagement Studie

Laut einer Studie des Steelcase Global Report, die Employee Engagement weltweit gemessen hat, liegt der Anteil der wirklich hochengagierten Mitarbeiter bei gerade einmal 13%. Das ist bedenklich, sollten sich tatsächlich nicht mehr für die Firma einsetzen? Auf den zweiten Blick sieht man, dass der Anteil der desinteressierten Mitarbeiter, die besonders wenig Engagement zeigen, bei ebenfalls nur 11% liegt. Das bedeutet: ein Großteil der Arbeitenden liegt im breiten Mittelfeld. Daher kann schon eine kleine unternehmensweite Steigerung des Engagements große Effekte bei der Zufriedenheit und Produktivität erzielen.

Wovon hängt das ab?

Es gibt mehrere Faktoren, die das Engagement der Mitarbeiter direkt beeinflussen können. Zum einen ist es die Firmenkultur und Führung, zum anderen die verfügbare Technologie und die Qualität des Arbeitsplatzes.

Wie geht das am einfachsten?

Um die Firmenkultur zu verbessern braucht es gute Führung und interne Kommunikation. Kultur ist individuell, Start-Ups, KMUs und Konzerne verfolgen alle verschiedene Ansätze, die zum selben Ziel führen sollen: Mitarbeiter, die sich verstanden und wertgeschätzt fühlen und den Sinn ihrer Arbeit sehen, arbeiten zufriedener und besser. Allerdings hängt die Firmenkultur stark von der individuellen Einstellung der Mitarbeiter ab, wodurch sich nachhaltige Veränderung oft nur über lange Zeiträume hinweg umsetzen lässt.

Bessere Technologie bedeutet, den Mitarbeitern mobile Arbeit zu ermöglichen und unterstützende Systeme einzuführen, die die operative Arbeit teilweise automatisieren. Die Arbeit geht wortwörtlich leichter von der Hand, wenn nicht alles manuell gemacht werden muss. Langsam löst sich die Arbeitswelt von dem Gedanken, dass Arbeitszeit auch Anwesenheitszeit bedeuten muss. Denn oft ist man im Home Office genauso produktiv, und gerade die jüngeren am Arbeitsmarkt schätzen solche Benefits sehr.

Der bessere Arbeitsplatz

Zufriedenheit und Engagement hängen auch von der Qualität des Arbeitsplatzes ab. Mitarbeiter schätzen vor allem gute Luft, ausreichend Licht und gutes Trinkwasser.  Open-Plan Offices, also Büros mit großen Freiflächen, sind weltweit gang und gäbe.  So ideal diese Form der Gestaltung auch für spontanes Brainstorming und die Zusammenarbeit ist, klagen Mitarbeiter oft über fehlende Privatsphäre und Ruhe. Wir Menschen sind nun einmal keine besonders guten Multitasker, und machen unsere Arbeit besonders gut, wenn wir uns darauf konzentrieren können. Um hier Abhilfe zu schaffen, helfen oft wenig aufwändige Maßnahmen im Bereich des Workspace Design.

Um Mitarbeitern die Chance zu geben, sich im Arbeitsumfeld konzentrieren zu können, finden sich in modernen Büros immer öfter Ruheoasen. Solche Rückzugsorte sind für die Produktivität und Zufriedenheit sehr förderlich. Richtig designt, bieten solche Ruhepole dieselbe Atmosphäre und emotionalen Komfort wie ein Café, mit zusätzlichen produktivitätsfördernden Maßnahmen. Die Betriebsküche lässt sich durch ein paar gemütliche Sessel, einen Wasserspender und gute Beleuchtung aufwerten. In einer leeren Ecke findet sich Platz für eine Couch. Dort, wo oft spontane Meetings entstehen, kann ein Bildschirm mit Anschlüssen für Laptops und Smartphones die Zusammenarbeit verbessern.

Das Endergebnis:

Wer das Gefühl hat, den Sinn seines Jobs zu verstehen, und dass sowohl Kollegen, Führung und auch Arbeitsplatz einem dabei unterstützt, diesen Job gut zu machen, wird sehr viel eher zum engagierten Mitarbeiter. Wie eingangs erwähnt kann hier schon eine kleine firmenweite Veränderung einen großen Effekt erzielen, wenn viele Mitarbeiter sich etwas mehr engagieren, steigt die Gesamtproduktivität und Zufriedenheit.

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